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Klimawandel – Rolle rückwärts

 

Die 4. Klasse beschäftigt sich zurzeit mit dem Thema „Eiszeit“, obwohl doch dieser Sommer so endlos lang und entsetzlich heiß war…

Wie passt das zusammen?

Das Klima ist einem ständigen Wandel unterworfen. Dies erfährt jeder in diesem Jahr besonders eindrücklich. Es war deutlich heißer und trockener als in den Jahren zuvor.

Umso schwerer ist es, sich vorzustellen, dass es vor unendlich langer Zeit genau anders herum war: Es wurde mit jedem Jahr kälter. Es schneite und schneite und schneite. Die Pflanzen wuchsen nur noch kümmerlich. Mensch und Tier musste sich immer neue „Tricks“ zum Überleben „ausdenken“.

Die Eiszeit war nicht öde und leer. Es lebten dort z.B. neben etlichen großen, wolligen Tieren auch die Steinzeitmenschen. Unsere Vorfahren schafften es, mit den widrigen Umständen zurecht zu kommen. Sonst wären wir nicht hier….

Natürlich war es auch die spannende Zeit der Mammuts, Wollnashörner, Säbelzahntiger und Riesenhirsche, die am Rande des großen Eises ums Überleben kämpften.

Und eines Tages war sie da. Die riesige Wand aus Eis und Geröll, die alles überrollte, was ihr im Wege stand. Auch hier bei uns im Weserbergland – davon zeugen Deister, Süntel, die Schillathöhle und nicht zuletzt der Findling vor unserer Schule.

Wer schon einmal in den Alpen wandern war, hat sie vielleicht dort noch zu sehen bekommen: Die Gletscher. Weil es heute wärmer wird, kann man dort gut studieren, was am Ende der letzten Eiszeit auch bei uns passierte:

Der Gletscher schmolz, Geröll lagerte sich ab. Zwischendurch wurde es mal wieder etwas kälter und der Gletscher rückte wieder vor. Das Geröll wurde zusammengeschoben und bildete lang gestreckte Höhenzüge (Endmoränen)…. Deister, Süntel… Das Schmelzwasser suchte sich seinen Weg in einem kleinen Urstromtal und floss Richtung Rinteln und Minden weiter. Damals musste sich auch die Weser einen neuen Weg suchen, denn die Endmoränen hatten ihr Flussbett einfach zugeschüttet…

Diese spannenden Vorgänge haben wir in einer Wäschewanne modellhaft nachvollzogen. Der Gletscher kam als wassergefüllte Tüte „ins Spiel“. Ein paar Fotos mögen die Vorgänge veranschaulichen